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Für besten Kaffeegenuss ist eine Kaffeemühle genauso wichtig wie die Maschine
Eine Kaffeemühle ist für die Zubereitung von gutem Kaffee mindestens so wichtig wie die Espressomaschine oder Brühmethode. Kaffeemühlen gibt es für jeden Anwendungsbereich und in verschiedenen Preisklassen. Wir beschreiben hier die wichtigsten Unterschiede von Espressomühlen, Filterkaffeemühlen, von konischen und flachen Mahlscheiben sowie von elektrisch betriebenen und Handmühlen – denn frisch gemahlener Kaffee schmeckt am besten.
Eine Kaffeemühle besteht aus einer Mahlkammer, in welcher ein bewegliches, verstellbares Mahlwerk Kaffeebohnen vermahlt und das daraus entstandene Kaffeemehl durch eine Öffnung ausgibt. Das Mahlwerk wird manuell oder elektrisch betrieben. Die nötige Leistung wird über eine Welle auf die beweglichen Teile des Mahlwerks übertragen. Diese Kernelemente unterscheiden die verschiedenen Kaffeemühlen und bestimmen ihre Stärken und Schwächen.
Kaffeemühlen unterscheiden sich in der Steuerung der Motorlaufzeit und im Vorhandensein einer Dosierkammer. Die Laufzeit kann über einen Timer oder eine Waage gesteuert werden.
Bei «Grind on Demand» mahlt die Mühle während einer vordefinierten Zeit und erzeugt so eine relativ konstante Bezugsmenge. Nachteil: Nach jeder Mahlgradänderung muss die Mahlzeit angepasst werden.
Bei «Grind by Weight» steuert eine Wägezelle die Motorlaufzeit. Die gewünschte Pulvermenge wird in Gramm eingestellt und bleibt – je nach Systemqualität – konstant, unabhängig von Mahlgrad, Bohnendichte oder Bohnengrösse. Nachteil: Die Technologie ist noch nicht vollständig ausgereift.
Die Dosiermühle (Espressomühle) funktioniert ähnlich wie eine On-Demand-Mühle, mahlt jedoch in eine vorgelagerte Dosierkammer, aus der der Kaffee in den Siebträger portioniert wird. Sie ist bis heute eine der schnellsten Lösungen, jedoch verliert vorgemahlener Kaffee rasch an Aroma.
Die Ladenmühle steht der Espressomühle gegenüber. Sie ist robust, einfach gebaut und verfügt meist über Ein/Aus-Schalter, Mahlgradregler, gut zugänglichen Bohneneinwurf und gegebenenfalls eine Tütenhalterung. Sie erlaubt das flexible Mahlen verschiedener (vorportionierter) Kaffees – von Espresso bis Filter. Nachteil sind zusätzliche Arbeitsschritte wie Einwerfen, Vorportionieren und Nachwiegen.
Die zwei Haupttypen sind konische und flache Mahlscheiben.
Bei konischen Mahlscheiben rotiert meist ein zentraler Konus mit eingefrästen Kanten innerhalb eines umlaufenden Rings. Gemeinsam bilden sie den Mahlspalt. Abstand und Zahntiefe bestimmen den Mahlgrad. In den meisten Fällen dreht der innere Konus, bei wenigen neueren Modellen der äussere Ring.
Flache Mahlscheiben bestehen aus zwei nahezu identischen Scheiben. Eine steht, die andere dreht. Die Bohnen fallen zentral ins Mahlwerk und werden in den Mahlspalt transportiert. Abstand und Zahntiefe bestimmen auch hier die Feinheit. Flache Mahlscheiben können horizontal oder vertikal angeordnet sein.
Die Leistungsfähigkeit hängt von Motor und Mahlscheibe ab. Der Motor treibt über eine Welle die rotierende Mahlscheibe an. Bei sehr harten Bohnen (Light Roast, hohe Dichte) kann das erforderliche Drehmoment fehlen und die Mühle blockieren. Mahlscheibe und Rotationsgeschwindigkeit bestimmen die verfügbare Mahlleistung (Gramm pro Sekunde).
Vor dem Kauf sind drei zentrale Fragen zu klären :
Eine Espressomühle eignet sich für Espresso und gegebenenfalls Café Crème. Grobe Filtermahlgrade oder sehr feine Ibrik-Mahlungen sind meist nicht optimal abgedeckt. Eine Ladenmühle kann unter Umständen ein breiteres Spektrum abdecken, ist jedoch im Handling komplexer.
Handmühlen sind flexibel, reisefähig und günstiger. Bei hohem Durchsatz oder Komfortanspruch empfiehlt sich jedoch eine Elektromühle. Entscheidend ist nicht nur die Gesamtmenge, sondern die Belastungsspitzen – diese fordern die Maschine am stärksten.
Das Budget sollte nicht nur für die Kaffeemaschine reichen. Die Qualität in der Tasse profitiert oft stärker von einer hochwertigen Mühle als von einer teureren Maschine. Gleichzeitig beeinflusst das Budget die Auswahlmöglichkeiten erheblich.